Georg Dobler. Schmucke Stücke - Pretty Pieces. Students

Datum: 
Donnerstag, 11. Mai 2017 ( ) bis Sonntag, 10. September 2017 ( )
Isabell Schaupp, Brosche "Stadtschmetterlinge", Silber, Kupfer, Email, Foto, 2016, Foto: Isabell Schaupp


Unter dem Titel GEORG DOBLER Schmucke Stücke - Pretty Pieces. STUDENTS stellt das Deutsche Goldschmiedehaus im Silbersaal Arbeiten von insgesamt 52 Schmuckstudierenden der HAWK, Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim, vor. Georg Dobler, dessen Werk von geometrischer Strenge bis hin zur Üppigkeit floraler Formen und individuell geschliffener Steine reicht, begleitet die Studierenden seit Beginn seiner Lehrtätigkeit 2002. In seiner nunmehr 15jährigen Praxis als Professor für Schmuck und Objekt an der Fakultät Gestaltung hat er entscheidenden Anteil am gestalterischen Werdegang seiner Schüler genommen.

So zahlreich wie die Teilnehmer der Ausstellung, sind auch die einzelnen Positionen, die sie in ihren Stücken vertreten. Sie zeigen eindrucksvoll die vielschichtige und vielseitige Ausrichtung sowie Anforderung, die an die Lehrinhalte heutiger Hochschulen gestellt werden. Den technischen Möglichkeiten entsprechend hat die Gestaltung von Metall in Hildesheim einen hohen Stellenwert. Die Grenze zwischen Design und bildender Kunst ist dabei oftmals fließend und führt zu einer Vielfalt, die sich in den gewählten Formen und Konzepten widerspiegelt.

Isabell Schaupps vorrangiges Gestaltungselement ist die Fotografie, die sie auf Email oder Holz überträgt. Ihre Schmuckarbeiten sind inspiriert von Gesehenem und Erlebtem, so dass jedes Stück eine individuelle Geschichte erzählt. Anhand von Verfremdung, Vergrößerung oder Reduktion werden die Bilder aus ihrem ursprünglichen Kontext genommen und bieten Raum für neue Assoziationen. Robert Hoffmanns Lichtobjekte lassen sich dem klassischen Design zuordnen. Dabei bedient er sich sowohl des traditionellen Handwerks wie auch der industriellen Fertigung. Mit seinen Arbeiten geht er der Frage nach, wie Form, Oberfläche und Licht ihre gemeinsame Wirkung erzielen können. So entstehen minimalistische Entwürfe von hoher Eleganz, wie sie unter anderem die Stehlampe NAUTIK verkörpert. Bunt und schrill geht es hingegen bei Laya Ghane-Khiabanian zu. Ihre Arbeiten sind vieldeutig, arrangiert aus Gegenständen des Alltags, die sie mit Einflüssen aus der traditionellen Goldschmiedekunst mischt. Ihre Schmuckstücke leben von bewusst gewählten Stilbrüchen und einem Hauch von Ironie. Ihre „Warrior Hats“ beispielsweise sind in Stil und Form an die Ästhetik traditionell indianischer Federhauben angelehnt und stehen gleichzeitig für Ghane-Khiabanian als Sinnbild für den Konsum, die Ideale und die an uns gestellten Aufgaben unserer Zeit.