Juwelen für die mondäne Welt. 175 Jahre Friedrich Kreuter & Co. Hanau (1842-1987)

Datum: 
Freitag, 24. März 2017 ( ) bis Freitag, 30. Juni 2017 ( )


Die Hanauer Juwelenfabrikation Fr. Kreuter & Co., gegründet 1842 von Georg Friedrich Kreuter (22.3.1815-8.6.1902) und Wilhelm Karl Ludwig Kreuter (17.5.1813-?) fertigte zu Beginn des 20. Jahrhunderts in enger Zusammenarbeit mit dem jüdischen Juwelier Robert Koch (1852–1902), über dessen Filialen in Frankfurt und Baden-Baden der Hanauer Schmuck angeboten wurde, für deutsche, mitteleuropäische und russische Adelshäuser sowie für zahlreiche abnehmende Hofjuweliere in Europa und Übersee. Bis zum Ersten Weltkrieg produzierte die Schmuckmanufaktur über 700 Kronjuwelen, darunter eine Krone der Kaiserin Auguste Victoria nach einem Entwurf Kaiser Wilhelms II.

Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Deutschen Goldschmiedehauses und des 85- jährigen Jubiläums der Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V. soll das 175jährige Jubiläum der Firma Kreuter gewürdigt werden. Mit einer Präsentation in einer Vitrine im Foyer des Deutschen Goldschmiedehauses wird die beachtliche Tätigkeit der Hanauer Juwelenfabrik erstmals vorgestellt und ihre hohe Bedeutung gewürdigt werden. Anhand von ausgewählten Juwelenstücken, ergänzt mit Entwurfs- und Produktionsmaterial soll der Fertigungsprozess von der Skizze bis zum Schmuckstück zusammen mit der Historie der Firma dargestellt werden.

Das Historische Museum Hanau Schloss Philippsruhe stellt Schmuckzeichnungen und Fotomaterial aus seinem Archiv zur Verfügung. Die Schmuckstücke stammen aus der Sammlung des Deutschen Goldschmiedehauses, aus dem Schmuckmuseum Pforzheim und aus Privatbesitz. Die Präsentation ist ein gemeinsames Projekt der Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V./ Deutsches Goldschmiedehaus und des Historischen Museums Hanau Schloss Philippsruhe, die wissenschaftliche Bearbeitung liegt in den Händen von Beate Hofmann M.A., Dr. Christianne Weber-Stöber und Dr. Astrid Huber