Wechselspiel – Präsentation der Fachschule Pforzheim

Datum: 
Donnerstag, 22. Juni 2017 ( ) bis Sonntag, 20. August 2017 ( )


Die Fachschule für Gestaltung, Fachrichtung, Schmuck und Gerät aus Pforzheim präsentiert im Souterrain des Deutschen Goldschmiedehauses aktuelle Arbeiten ihrer Schülerinnen und Schüler zum Thema „Wechselspiel“.

In der Fachschule für Gestaltung, Fachrichtung Schmuck und Gerät, stehen insgesamt zwei Jahre für die Ausbildung zur Verfügung. Die Ausbildung bietet drei verschiedene Abschlüsse: Zum einen dürfen die Absolventen nach abgelegter schulischer Prüfung die Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfter Gestalter“ tragen; sie erwerben außerdem die Fachhochschulreife und sie können mit ihrem Gestalterstück vor der Handwerkskammer die Meisterprüfung ablegen. Den Meisterstatus zu erwerben, ist Hauptmotivation der Absolventen. Nach wie vor handelt es sich um die „Königsklasse“, die höchste Qualifikation im Handwerk. Seit einiger Zeit ermöglicht der Meisterbrief in Kombination mit der Fachhochschulreife die Gleichstellung mit dem Bachelor und bietet somit die Voraussetzung für ein Masterstudium an einer Hochschule.

Die Ausbildung selbst verzahnt sehr stark gestalterische Aspekte mit technischen Problemstellungen, die bei jedem Schmuckstück zu lösen sind. Eine Kette lebt beispielsweise davon, dass sie in verschiedenen Richtungen beweglich ist, damit sie sowohl die Hals- als auch die Nackenrundung umspielt. Werden weiche Materialien verwendet, so schmiegt sich die Kette von allein an – beim Einsatz von Metall müssen technische Lösungen gefunden werden, die diese Bewegungen ermöglichen und trotzdem gestalterisch stimmig sind. Dementsprechend werden Themen gestellt, die eine individuelle gestalterische und technische Lösung erfordern. Es werden Zeichnungen angefertigt, Modelle gebaut und Zwischenergebnisse immer wieder reflektiert, bis das Stück „steht“ und mit der Ausführung begonnen wird. Ziel ist immer, dass Gestaltung und Technik eine in sich schlüssige Einheit bilden.